Einer gegen alle. Warum man kaum gegen den eigenen Willen hypnotisiert werden kann

Was sind die Gründe dafür, dass man kaum gegen den eigenen Willen hypnotisiert werden kann?

Das Gehirn ist hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt. Deshalb haben Suggestionen, die von Außen kommen, einen schweren Stand, ihre Wirksamkeit zu entfalten.

Vielerorts wird vor den Gefahren der Hypnose gewarnt. Unter wissenschaftlichem Blick entbehren diese Warnungen allerdings der empirischen Basis, weil kaum problematische Fälle dokumentiert sind, wo wirklich etwas Unerwünschtes passiert war.

Vom Standpunkt der modernen Hirnforschung aus erscheinen die Warnungen als  eher befremdend, denn es gilt: Einer gegen alle. Warum man kaum gegen den eigenen Willen hypnotisiert werden kann. Der bekannte Berater Dr. Gunther Schmidt sagt z.B.:

„Die Erkenntnis … generell der modernen Hirnforschung belegen eindeutig, dass dies (die Vorstellung, dass man von Experten hypnotisiert werden kann) Vorurteile sind. Man kann letztlich niemanden völlig dazu bringen oder zwingen, ein Angebot von Außen gegen den eigenen Willen umzusetzen. Diese Zusammenhänge verdeutlicht z.B. auch G.Roth sehr eindrücklich, wenn der darauf hinweist, dass der assoziative Cortex wesentlich mehr Verbindungen innerhalb aufweist als nach außerhalb. … Allein im assoziativen Cortex gibt es wohl 500 Billionen Verbindungen. Daraus kann der Schluss gefolgert werden: „… dass sich dieses System auf Grund seiner hochgradigen Binnenverdrahtung im Wesentlichen mit sich selbst beschäftigt. Reize und Informationen dringen zwar von Außen in das System hinein, und Erregungen verlassen es, aber dieser Effekt ist verschwindend klein gegenüber dem internen Geschehen“. Jede Fremdsuggestion wirkt nur als selbstgesteuert umgesetzte Idee.“ (Schmidt 2013, S.15.*)

Eine von Außen kommende Suggestion oder irgendein Vorschlag ist also allein in Konkurrenz mit hunderten von Millionen von Prozessen, die im Gehirn jederzeit laufen. Wir sind hauptsächlich mit uns selbst beschäftigt. Von da her ist die Idee, dass man im hypnotischen Zustand den eigenen Willen vollständig verliere, nicht haltbar. Im Gegenteil:

Es stellt sich die Frage, warum sich die Idee, man sei in Hypnose willenlos jemandem ausgeliefert, so hartnäckig seit über 250 Jahren und gegen alle wissenschaftlichen empirischen Erkenntnisse halten kann.

Einige der Gründe:

Hypnose ist zu günstig. Hypnose bietet sehr wirksame therapeutische Verfahren, die andere Therapien zum Teil überflüssig machen. Sie ist zudem vergleichsweise kosteneffizient und damit den Machtgruppen in einem Gesundheitssystem, das sich dank hohen Kosten am Leben hält, ein Dorn im Auge.

Aber viel wichtiger: Hypnose macht frei von Gesellschaftskonventionen. Die meisten Gruppen, Familien, Organisationen verfügen über das ihnen sehr eigene System, ihre Mitglieder in einen Trancezustand zu bringen und in diesem Zustand Inhalte zu vermitteln. D.h. jede Familie, jede Organisation, jede religiöse Gruppe, einzelne Berufsstände möchten eine exklusive Methode anbieten, wie die Menschen in einen Trancezustand gelangen können. Sie verkaufen dann ihre Methode als die allein Glück bringende. Aufgrund dieser Tatsachen ist es verständlich, dass viele religiöse Gruppierungen Hypnose ablehnen. Sie schätzen es nicht, wenn ihre Mitglieder über eine Vielfalt an Zugängen zum Unterbewusstsein verfügen. Denn dadurch würden solche Gruppe den Anspruch verlieren, den allein selig machenden Weg zum Glück zu weisen. Wer diesem Anspruch widerspricht oder ihm gar eine andere Methode entgegensetzt, muss demzufolge unterdrückt werden. So kommt es, dass vielen Gruppierungen die humanitäre Hypnose ein Dorn im Auge ist.

Warum Hypnose den eigenen Willen stärkt statt schwächt:

Hypnose ermöglicht eine Vielfalt von Methoden, die eigenen Quellen des Unterbewussten anzuzapfen, und eröffnet auch den Zugang zu mentalen Zuständen, in denen Lernen sehr effektiv ist. Wenn ich diese Zugänge selbst beeinflussen kann, erhöhe ich meine Wahlfähigkeit und Unabhängigkeit und bin von da her weniger leicht beeinflussbar, als wenn ich mich einer einzigen Methode unterwerfe.

(*) Schmidt, Gunther (2013): Einführung in die hypnosystemische Therapie und Beratung, Carl Auger Verlag, Heidelberg.

Schwerelos in Trance. Aktivwacher Höhenflug im Coaching

„Da sitze ich jetzt einfach an meinem Tisch und lasse es aus mir herausschreiben. Es ist so toll, wie es mir einfach immer leichter fällt, und es automatisch vorangeht, schwerelos in Trance:  aktivwacher Höhenflug.“

„Mit diesem warmen Sicherheitsgefühl im Bauch spüre ich meine eigene Wucht beim Führen meines Teams. So können wir auch schwierigste Aufgaben direkt zu lösen anfangen.“

„Wenn ich bei meiner Strategieentwicklung stecken bleibe, hole ich mir wie berauscht auf dem Trampolin die nötigen Ideen für den Durchbruch.“

„Ich weiss jetzt, wie ich es schaffe, bei zunehmendem Druck immer mehr diesen inneren Katapult zu spüren, die Kraft, die mich dazu bringt, mich noch mehr in die Sache reinzubeissen und mir erlaubt, meine gesamte Leistungsfähigkeit abzurufen.“

Schwerelos in Trance: Was steckt dahinter? Wie gelange ich immer wieder in solche Zustände des Höhenflugs? Haben wir diese Trancezustände nicht alle schon erlebt?  Dass wir beim Laufen oder anderen intensiven Tätigkeiten zu einem Höhenflug ablegen (runners‘ high)? Können Sie sich an Momente in Ihrem Leben erinnern, wo Sie wie hingerissen und konzentriert  bei etwas waren und alles einfach ohne Anstrengung lief? Ja, irgendwie kennen wir das, wenn plötzlich alles automatisch zu gehen scheint.

Arbeitsinstrument für Aktivwach-Hypnose

Arbeitsinstrument für Aktivwach-Hypnose

Wenige Menschen wissen jedoch, dass wir bewusst auf den Höhenflug gehen können. Im Coaching ‚Aktivwacher Höhenflug‘ machen wir uns Power-Zustände für unser Weiterkommen zunutze, etwa für einen öffentlichen Auftritt oder das Verfassen eines Textes. Dabei finden fliesst unsere Inspiration, und die Motivation steigt.

Die systematische Erzeugung des Höhenflugs entstammt der Aktivwach-Hypnose. Sie entsteht aus körperlicher Aktivität heraus, z.B. auf einem Ergometer. Dank der Suggestion von Wärme, Leichtigkeit und Frische gerät der Trainierende auf dem Trainingsgerät in eine zunehmend euphorische Verfassung. Der Trancezustand entsteht aus der Kombination von Bewegung und Suggestion. Ist der Höhenflug endlich erreicht, fängt die eigentliche Arbeitsphase an. Ich kann dann etwa:

  • üben, mit Begeisterung zu lernen;
  • die mentale Härte erzeugen, damit ich mich locker und spielerisch durchbeissen kann;
  • mich vom möglichen Quantensprung nach Abschluss der Ausbildung hinreissen lassen, so dass es mich da hin zieht;
  • das Schreiben einer Masterarbeit, von einer trockenen Pflicht in eine selbstvergessene, faszinierende Beschäftigung verwandeln;
  • spezifische Inhalte verstehen und memorisieren, z.B. Rechtschreibregeln;
  • den Zugang zu meiner Spiel- und Spassfähigkeiten wieder freilegen;
  • meine Kreativität für neue Ideen anzapfen, etwa meinen Geist auf eine innere Schatzsuche schicken oder mich in meiner vorgestellten Lieblingslandschaft speziellen Geistesblitzen aussetzen;
  • meine neue Business-Strategie verankern, indem ich das erwünschte neue Führungsverhalten auf eine neue Art systematisch skizziere und eintrainiere.

mit Leichtigkeit

Ihr Claude André Ribaux

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