Flow nach Aktivwach-Hypnose Kurs

Eben hat mein Kollege Jérôme Zimmer aus Luxemburg diese Mitteilung zu ‚Flow nach Aktivwach-Hypnose Kurs‘ veröffentlicht:

Zitat: „Lieber Claude, habe die Methoden vom Wochenende heute in der Praxis mal getestet und bin einfach begeistert. Möchte gerne diese wunderbare Erfahrung mit dir und den anderen teilen.

Habe heute Mittag eine Trainingseinheit auf dem Rennrad absolviert, die Teil eines Trainingsplans ist (Vorbereitung zu einem 24h-Rennrad Wettkampf im Juli).

Ich bin jemand, der sehr leicht in den Flow Zustand kommt, doch die Erfahrung von heute Mittag nach dem Aktivwach-Hypnose (AWH) Wochenende hat mich einfach sehr begeistert.

Permanent hatte ich beim Treten das Gefühl von einer konstanten Kraft mit Durchzugsvermögen. Es war ein Genuss dieses starke Flow Gefühl auszufahren. Es ist schwierig dieses Gefühl in Wörtern zu beschreiben. Es war ein Feuerwerk.  . Es war in etwa so, als ob mit den vielen Aktivwach-Hypnosen am Wochenende ein riesiger Flow-Speicher aufgefüllt wurde. Als ob ein Gummiband die nötige Spannung/Energie erhalten hätte, um diese Kraft heute auf die Strasse zu bringen!

Für mein Training machte ich  meine Heimstrecke von 42km mit 800 Höhenmetern. Der Trainingsplan sieht vor, dass ich pro Woche max. 1 Tag Ruhepause zwischen den Trainingseinheiten habe. Wegen der Ausbildung am Wochenende und der vielen Arbeit in der Praxis am Freitag, musste ich dieses Mal aber 3 Tage aussetzen. Normalerweise, wenn ich 2 bis 3 Tage in solch einer Phase der Rennvorbereitung pausiere, tue ich mich sehr schwer wieder ins Training zu kommen und fühle mich nicht fit. Die Beine sind dann schwer und faul 🙂 Doch heute nach diesen 3 Tagen Pause war es einfach unglaublich! Ich konnte 6 persönliche Rekorde verbessern!.

Zum Beispiel gibt es einen Berg, den ich meistens zum Schluss des Trainings fahre, um wieder nach Hause zu kommen. In diesem Segment (3,1 km/ 200Höhenmeter/ 6% Steigung) konnte ich mich gegenüber letzter Woche im Schnitt 2,5km/h verbessern und die Fahrzeit um 2.15 Min. reduzieren.

Einfach beeindruckend! Das Flow Gefühl war heute einfach viel stärker präsent und leichter abzurufen. Auch Schmerzveränderung unterwegs ging problemlos: Sobald ein Schmerz kam, war er sofort veränderbar. Es tauchten viele Bilder, die ich mir am Kurs visualisiert habe, beim Fahren wieder auf.

Vielen Dank Claude nochmals =)

Du hast einen Flow-Junkie erschaffen! Diese Methode wird bei mir in nächster Zeit definitiv sehr stark eingesetzt und erprobt! Als Selbsthypnose und bei den Klienten. Liebe Grüsse aus Luxemburg. Jerome   https://hypnose-zimmer.lu/jerome-zimmer/“ Zitatende

Aktivwach-Hypnose

  • Wollten Sie Ihre Freude an der Arbeit wieder erlangen?
  • Möchten Sie mehr Spaß beim Lernen oder Musizieren oder beim nächsten Rekord im Sport haben?
  • Wollen Sie Ihre Motivation steigern und innere Leere-Gefühle überwinden?
  • Möchten Sie Grenzen überschreiten, innere Handbremsen loslassen oder den Lebensflow wieder erlangen?
  • Träumten Sie kürzlich davon, eine Tätigkeit zu optimieren, Ihre Kreativität fließen zu lassen oder Ihre Konzentration zu steigern?

Wenn ja, setzen Sie zum Höhenflug an mit der Aktivwach-Hypnose!!

Wer sich beim Laufen, Radfahren oder anderen intensiv belastenden körperlichen Bewegungsarten verausgabt, weiß, dass wir dabei in einen hypnotischen Zustand gelangen. Viele Fälle des sog. ‚runner’s high‘ sind dokumentiert. Die Erkenntnisse aus diesen Höhenflügen nutzen wir in der aktiven Wachhypnose.

Bei mir erfahren Sie dies sofort und direkt! Mit offenen Augen sitzen Sie in meiner Praxis auf einem Ergometer und treten in Ihrem Tempo. Ich begleite Sie beim Treten mit meiner Stimme zum Höhenflug. Derweil setzen automatisch Gefühle von Frische und Schwung ein. Sie fühlen sich immer fitter. Währenddem sind Sie wach und aufmerksam, Ihre Vorstellungskraft ist erhöht. In diesem Flow bearbeiten Sie Ihre Coaching/Therapie-Themen in einem hypnotischen Zustand in zunehmend euphorischer Verfassung.

In diesem euphorischem Zustand leite ich Sie an, nachhaltige Veränderungen in Ihrem Unterbewusstsein herbeizuführen. Das erzeugt einen Wandel Ihres Verhaltens, Ihres Denkens und Fühlens zu bestimmten Momenten in Ihrem Leben. Vor der Aktivwach-Hypnose klären wir detailliert die von Ihnen erwünschten Veränderungen und Ziele.

Anwendungen der Aktivwach-Hypnose:

  • Motivation für Bewegung
  • Selbstwertgefühl steigern
  • Bessere Konzentration
  • Bühnenangst, Prüfungsstress, Stottern oder Furcht vor dem Kundengespäch überwinden
  • Unter Druck vermehrt gelassen sein
  • Aus depressiver Verstimmung herauskommen
  • Höchstleistung im Geschäft, beim Studium, Musizieren oder Sport

Falls Ihr Thema nicht dabei ist, wenden Sie sich gerne an mich. Wenn Ihr Thema aufgelistet ist, zögern Sie nicht, heute noch einen Termin zu vereinbaren.

http://www.clauderibaux.ch/kontakt/

Weitere Informationen zur Aktivwach-Hypnose finden Sie hier:

http://www.clauderibaux.ch/kurse/aktivwach-hypnose/  und http://www.clauderibaux.ch/coaching/hohenfluge/

Einer gegen alle. Warum man kaum gegen den eigenen Willen hypnotisiert werden kann

Was sind die Gründe dafür, dass man kaum gegen den eigenen Willen hypnotisiert werden kann?

Das Gehirn ist hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt. Deshalb haben Suggestionen, die von Außen kommen, einen schweren Stand, ihre Wirksamkeit zu entfalten.

Vielerorts wird vor den Gefahren der Hypnose gewarnt. Unter wissenschaftlichem Blick entbehren diese Warnungen allerdings der empirischen Basis, weil kaum problematische Fälle dokumentiert sind, wo wirklich etwas Unerwünschtes passiert war.

Vom Standpunkt der modernen Hirnforschung aus erscheinen die Warnungen als  eher befremdend, denn es gilt: Einer gegen alle. Warum man kaum gegen den eigenen Willen hypnotisiert werden kann. Der bekannte Berater Dr. Gunther Schmidt sagt z.B.:

„Die Erkenntnis … generell der modernen Hirnforschung belegen eindeutig, dass dies (die Vorstellung, dass man von Experten hypnotisiert werden kann) Vorurteile sind. Man kann letztlich niemanden völlig dazu bringen oder zwingen, ein Angebot von Außen gegen den eigenen Willen umzusetzen. Diese Zusammenhänge verdeutlicht z.B. auch G.Roth sehr eindrücklich, wenn der darauf hinweist, dass der assoziative Cortex wesentlich mehr Verbindungen innerhalb aufweist als nach außerhalb. … Allein im assoziativen Cortex gibt es wohl 500 Billionen Verbindungen. Daraus kann der Schluss gefolgert werden: „… dass sich dieses System auf Grund seiner hochgradigen Binnenverdrahtung im Wesentlichen mit sich selbst beschäftigt. Reize und Informationen dringen zwar von Außen in das System hinein, und Erregungen verlassen es, aber dieser Effekt ist verschwindend klein gegenüber dem internen Geschehen“. Jede Fremdsuggestion wirkt nur als selbstgesteuert umgesetzte Idee.“ (Schmidt 2013, S.15.*)

Eine von Außen kommende Suggestion oder irgendein Vorschlag ist also allein in Konkurrenz mit hunderten von Millionen von Prozessen, die im Gehirn jederzeit laufen. Wir sind hauptsächlich mit uns selbst beschäftigt. Von da her ist die Idee, dass man im hypnotischen Zustand den eigenen Willen vollständig verliere, nicht haltbar. Im Gegenteil:

Es stellt sich die Frage, warum sich die Idee, man sei in Hypnose willenlos jemandem ausgeliefert, so hartnäckig seit über 250 Jahren und gegen alle wissenschaftlichen empirischen Erkenntnisse halten kann.

Einige der Gründe:

Hypnose ist zu günstig. Hypnose bietet sehr wirksame therapeutische Verfahren, die andere Therapien zum Teil überflüssig machen. Sie ist zudem vergleichsweise kosteneffizient und damit den Machtgruppen in einem Gesundheitssystem, das sich dank hohen Kosten am Leben hält, ein Dorn im Auge.

Aber viel wichtiger: Hypnose macht frei von Gesellschaftskonventionen. Die meisten Gruppen, Familien, Organisationen verfügen über das ihnen sehr eigene System, ihre Mitglieder in einen Trancezustand zu bringen und in diesem Zustand Inhalte zu vermitteln. D.h. jede Familie, jede Organisation, jede religiöse Gruppe, einzelne Berufsstände möchten eine exklusive Methode anbieten, wie die Menschen in einen Trancezustand gelangen können. Sie verkaufen dann ihre Methode als die allein Glück bringende. Aufgrund dieser Tatsachen ist es verständlich, dass viele religiöse Gruppierungen Hypnose ablehnen. Sie schätzen es nicht, wenn ihre Mitglieder über eine Vielfalt an Zugängen zum Unterbewusstsein verfügen. Denn dadurch würden solche Gruppe den Anspruch verlieren, den allein selig machenden Weg zum Glück zu weisen. Wer diesem Anspruch widerspricht oder ihm gar eine andere Methode entgegensetzt, muss demzufolge unterdrückt werden. So kommt es, dass vielen Gruppierungen die humanitäre Hypnose ein Dorn im Auge ist.

Warum Hypnose den eigenen Willen stärkt statt schwächt:

Hypnose ermöglicht eine Vielfalt von Methoden, die eigenen Quellen des Unterbewussten anzuzapfen, und eröffnet auch den Zugang zu mentalen Zuständen, in denen Lernen sehr effektiv ist. Wenn ich diese Zugänge selbst beeinflussen kann, erhöhe ich meine Wahlfähigkeit und Unabhängigkeit und bin von da her weniger leicht beeinflussbar, als wenn ich mich einer einzigen Methode unterwerfe.

(*) Schmidt, Gunther (2013): Einführung in die hypnosystemische Therapie und Beratung, Carl Auger Verlag, Heidelberg.

Konfliktmanagement im betrieblichen Alltag

An Vorträgen oder an der Bar werde ich oft zum Thema Konfliktmanagement im betrieblichen Alltag befragt. Hier sind einige der am häufigsten gestellten Fragen und Antworten. Selbstverständlich sind die Antworten nicht vollständig, sondern einfach Hinweise und Appetizers zum Weiterdenken.

Verhalten im öffentlichen Raum: Was mache ich, wenn mich das Verhalten von Fremden im Tram oder sonst im öffentlichen Raum nervt?

Antwort: Wenn ich nicht gut geschult bin, in solchen Situationen zu intervenieren, macht es mir Angst, etwas zu unternehmen. Konfliktmanagement im betrieblichen Alltag bedeutet hier: Sich beser auf solche Herausforderungen vorbereiten. Dazu man sollte unbedingt einmal einen StattGewalt-Rundgang machen. Während dieses Rundgangs zeigen Schauspieler mögliche Reizsituationen, denen man mit Zivilcourage begegnen kann. Die TeilnehmerInnen des Rundgangs haben die Möglichkeit, für sich selbst auszutesten, welches Vorgehen angemessen wäre. http://www.stattgewalt.ch/ Leute, die in ihrer Jugend Kampfsport trainierten, haben übrigens in vielen Fällen gelernt, wie man eine Situation einschätzt. Ist es gefährlich oder nicht? Mit wem muss ich hier wie rechnen? Soll ich flüchten oder konfrontieren?

Unfaire Beurteilungssysteme: Was kann ich tun, wenn ich in einem Betrieb arbeite, wo die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich gegenseitig beurteilen müssen und einige darunter sich selbst zu positiv über andere erheben?

Solche Situationen treten in Organisationen und Firmen auf, wo das Mitarbeiternbeurteilungssystem vorschreibt, dass es ein par beste, ein paar durschnittliche und ebenso viele unterdurchschnittliche LeistungsträgerInnen gibt, unabhängig von der tatsächlich erbrachten Leistung. Die Idee hinter solchen Systemen ist meist der Wunsch, Teammitglieder zu Höchstleistungen anzutreiben. Dies führt zu Konsequenzen für die Kultur des Konfliktmanagements im betrieblichen Alltag. Denn das Problem dabei ist, dass man angeblich objektiv messbare Leistungen vergleicht, was jedoch in den meisten Betrieben schlicht unmöglich ist. Wenn ein Team insgesamt besser ist als andere, wird das in solchen Systemen nicht gewürdigt. Das ist etwa so, wie wenn der FC Basel in der Regionalliga spielen müsste, damit die durchschnittliche Körpergrösse der Spieler mit jenen der übrigen Clubs verglichen werden kann. Übrig bleibt eine Ellenbogen-Kultur unter den Teammitgliedern, was zu grösseren Kooperationsverlusten führt.  Was kann ich tun? Konstruktives Konfliktmanagement im betrieblichen Alltag könnte hier mit einer Kostenanalyse beginnen. Eine Analyse solcher Beurteilungssysteme wäre z.T. sehr ernüchternd. Deshalb: Rechnen, was Abgänge, Demotivation und Ellenbogenkultur kosten. Bei jeder Sparrunde die Abschaffung des Beurteilungssystems als Sparmöglichkeit als ersten Punkt auf den Tisch bringen. Einen Conflict Audit vorschlagen, also die Durchführung einer Gesamtkostenanalyse der durch die Massnahme entstandenen Konflikte. (Die meisten werden sagen, man könne dies nicht so genau berechnen. Das stimmt nicht. Man kann die Gesamtkosten von Massnahmen berechnen, und selbst grobe, einfache Berechnungen würden zu erschreckenden Einsichten führen.)

Mangelnder Respekt am Arbeitsplatz: Was tue ich, wenn Leute nicht grüssen und allgemein nicht respektvoll mit mir umgehen?

Konfliktmanagement im betrieblichen Alltag bedeutet hier: mit Humor konfrontieren.

Bsp. Während meines Studiums traf ich manchmal MitstudentInnen, mit denen ich tagsüber im Seminar noch heftig diskutierte, in einer Bar oder einem Restaurant, wo einige mich nicht zu kennen schienen. Meine Reaktion. Beim nächsten Treffen bin ich auf diese Personen zugegangen und habe sie besorgt gefragt: „Du Armer, brauchst Du eine Brille?“ Aus dieser Frage hat sich dann das Gespräch darüber ergeben, wie ich darauf gekommen bin, eben weil ich nicht gesehen wurde.

Oder: Loben

Mit den Ideen der Appeiciative Inquiry im Kopf LOBEN. Beispiel: Wenn ein Kollege am Morgen ins Büro kommt und niemanden begrüsst. „Also, ich muss Ihnen schon einmal sagen, wie sehr ich Sie bewundere. Sie kommen am Morgen ins Büro und sind bereits völlig auf die kommende Arbeit fokussiert. Sie schaffen es als einziger ohne sich vom Gutenmorgengrüssen ablenken zu lassen, zur Kaffeemaschine zu gelangen und von dort sofort bei vollster Konzentration an Ihren Tisch zu gelangen. Was müsste ich tun, damit ich es wie Sie schaffe, diese ewigen Sozialkontakte auszublenden?“

Mobbing am Arbeitsplatz. Kann ich das im Team lösen? Wann muss ich dritte aussenstehende Stellen, z.B. HR, beiziehen?

Was passiert, wenn jemand andere runtermacht und dieser jemand der Vorgesetzte ist? Wie kann ich mich dagegen zur Wehr setzen? Was ist eine konstruktive Handlung für sinnvolles Konfliktmanagement im betrieblichen Alltag?

Mobbing oder Bossing sollte möglichst bald adressiert werden. Oft ist es das kollektive Schweigen, die innerbetriebliche Omerta, die den Mobbenden recht gibt, nicht explizit aber duch die Haltung der schweigenden Mehrheit. Eine Diktatur lässt sich nur so lange aufrecht erhalten, bis die erste Stimme sich gegen die Gruppenmeinung erhebt. Diese einzelne Meldung gibt anderen, die sich ihrer Sache auch nicht ganz sicher sind, die Möglichkeit sich auch abweichend zu verhalten.

Zähne zu zeigen, ist immer gut. Unterschwellig wird dann die Botschaft vermittelt: Bis hierher und nicht weiter.

Wenn ich intern die Situation parteisch anspreche, natürlich in typischer, wolhlgeformter Ich-Form, kann das Betroffenheit auslösen. „Es kommt mir vor, als ob XY immer niedergemacht und kritisiert würde, auch wenn es oft nicht wirklich einen wirklichen Anlass dafür gibt. Kann es ein, dass mein sehr subjektiver Eindruck richtig ist und dass XY nach anderen Massstäben gemessen wird? Gibt es Gründe dafür?“….

Man kann die Situation auch in allparteilicher Manier ansprechen: „Für das Weiterkommen jedes Teams ist es wichtig, Kritik und Lob in ausgewogener Form zu verteilen. Können wir sehr bald eine Standortbestimmung machen, die in dieser Hinsicht aufzeigt, wo wir stehen?“ Aufgrund der Analyse kann man dann weiter Fragen stellen.

Für jene, die es gerne direkt haben, gibt es die Möglichkeit, schwammige Aussagen oder Angriffe zu hinterfragen. „Wann genau, wie genau, unter welchen Umständen, zu welcher Zeit, unter Anwesenheit welcher Personen?“ etc. Solche Fragen sind für Mobbende sehr unangenehm und können zu einer Klärung führen.

Falls einfache Massnahmen intern nicht weiterbringen, sind aussenstehende Stellen beizuziehen. Hier zeigt sich eine besondere Herausforderung des Konfliktmanagements im betrieblichen Alltag. Denn von diesem Moment an wird es etwas riskanter. Das HR ist nicht in jedem Betrieb völlig unabhängig. Auch gibt es nur in wenigen Organisationen Ansprechstellen. Es ist daher sinnvoll, von Zeit zu Zeit ein Zwischenzeugnis zu verlangen, um sofort für alternative Bewerbungen frei zu sein.

Virtuelle Gewalt, Cybermobbing. Was tun?

Es gibt auf dem Internet schon ziemlich viele Hinweise über mögliche Strategien bei Cybermobbing. http://news.skppsc.ch/de/category/cyber-mobbing/

Als Sofortmassnahmen empfehle ich:

Personen sofort aus dem Netzwerk entfernen.

Beim Anbieter der Plattform melden und erwähnen, dass man den eigenen Anwalt mit der Betreuung der Angelegenheit beauftragt habe.

Falls man selbst Webmaster ist, sofort massregeln und ausschliessen oder mit Ausschluss drohen.

Wer Fragen zu ähnlichen Themen oder Konfliktbearbeitung allgemein hat, kann sich gerne bei mir melden.

Ihr Blogger

Claude André Ribaux

Tinnitus Erfahrungen (4)

Einige Leserinnen und Leser haben mir auf meine verschiedenen Artikel zum Tinnitus geantwortet und ihre Tinnitus Erfahrungen und Eindrücke geschildert. Da es sich hierbei um Spezialistinnen und Spezialisten im Themengebiet handelt, möchte ich Ihnen zwei der Feedbacks hier zu Verfügung stellen:

Zitat:

Feedback nach einer Coachingsitzung und der Lektüre einiger Artikel

„Danke für Deine Informationen, sie sind interessant ! Ich fand’s sehr spannend!! Vielleicht hast Du Interesse an einem  persönlichen Feedback zum Thema Tinnitus: ich hatte ja das Glück , mit ‚wingwave’  bei Dir …. arbeiten zu dürfen. Nun, meine Tinnitus Erfahrungen:

Also, mein Tinnitus hat sich dahingehend harmonisiert, dass er nicht mehr in meinem Kopf brüllt, sondern sich abgemildert hat, darüber bin ich sehr froh. Gottlob empfand ich ihn nie als fürchterlich störend, sondern dachte immer an ein Zikadenkonzert in der Provence; darum fiel es mir zuerst auch gar nicht auf: an einen Tinnitus dachte ich nie, nur an das Zirpkonzert = positiver Anker.  Nur mitten im Winter fiel es sogar mir auf, dass die Zikaden und Grillen eigentlich Pause hätten, nur eben nicht in meinem Kopf. Auch  wurde das Konzert schliesslich seeeeeehr laut – und da war ich froh, … einen Ausweg einschlagen zu können. Doch, das Zirpkonzert ist tatsächlich leiser geworden in meinen Ohren. Darüber bin ich natürlich sehr froh !  (– wenngleich ich natürlich nun  ab und zu faktisch in die Provence reisen werde, um das ganze Ferienfeeling wieder zu bekommen … das ist ja auch nicht schlecht … ).

Mir sind … weitere Optionen klar geworden, die bei Tinnitus eine Rolle spielen: meine Mutter hört ja schwer: sie erfährt eine deutliche Hörverbesserung, wenn ihr der Heilpraktiker die Nackenwirbel mit ‚cranio sacral’ Methoden und Entstressungstechniken ausrichtet. Das zeigt sich praktisch so: wenn ich Mutter hinfahre, versteht sie mich schlecht beim Plaudern im Auto, jedoch auf der Rückfahrt schwatzt sie mit mir, ohne dass sie den Kopf zu verrenken braucht, um bei mir von den Lippen abzulesen (besser abzuerraten und falsch zu interpretieren, das machte die Unterhaltung ja sooooooooo mühsam und anstrengend … ). Also auf der Rückreise sind wir taff am Schwatzen einfach so.  …

Sei also herzlich gegrüsst – und ich bin immerwieder interessiert an Deinen Fortschritten auf diesem sehr interessanten Gebiet ! A.B.“

Kommentar auf einen meiner Artikel:

Endlich wieder einmal ein Artikel der klar Bezug nimmt auch auf den seelisch/geistigen Aspekt im menschlichen Leben. Ich meine, dass sich die „normalen“ Menschen immer noch nicht bewusst sind, wie stark unser limbisches System, oder eben die Psyche, unser Verhalten und damit auch unsere Gesundheit steuert. Ich bin seit 16 Jahren als Kinesiologe tätig, und ich wundere mich immer wieder, wie wenig selbst in unseren Kreisen bekannt ist darüber, wie unser Gehirn funktioniert! Es ist oft unglaublich, wie wenig bei Störungen, gleich welcher Art, nach den wirklichen Ursachen gefragt wird. Und ausgerechnet die Schulmedizin gibt sich allzu schnell mit oberflächlichen Antworten zufrieden…

In meiner Arbeit mit den Menschen suche ich immer wieder nach der Prägung, nach dem Mechanismus, der zu einer Störung geführt hat. Erst nach diesem Bewusst-Worden-Sein, kann ich mit zum Beispiel kin. Techniken (und Anderen) einen Impuls zur Selbst-Heilung auslösen… Ich bedanke mich hiermit einfach bei Ihnen. In der Hoffnung, dass auch Sie möglichst viele Impulse bei vielen Tinnitus Erfahrungen auslösen können, damit diese Gesellschaft endlich erwacht und echte Heilung auf allen Gebieten erleben darf! Peter Schwegler, Praxis für Kinesiologie, Bewusst-Sein und Impulse, 8542 Wiesendangen“

Mit bestem Dank für diese Inputs

Claude Ribaux

 

 

Tinnitus mit wingwave lindern & der Kampf gegen Vorurteile (Teil 3)

Tinnitus soll nur in den ersten zwei Wochen nach seiner Entstehung behandelbar sein. Diese Irrmeinung habe ich gestern in einem Diskussionsforum zum Thema Gesundheit gelesen. Aufgrund der Verblüffung über eine solche Falschmeldung habe ich mich spontan entschieden, möglichst schnell diesen Artikel zu publizieren, als Wink der Hoffnung für all jene, die an Tinnitus und den damit verbundenen Vorurteilen leiden, zumal ich weiss: Man kann Tinnitus mit wingwave lindern.

Zuerst einmal zur Klärung der Begriffe: Als akut gilt der Tinnitus in der Zeit bis zu 3 Monaten nach seiner Entstehung. Bis unter einem Jahr bezeichnet man ihn als subakut und ab einem Jahr chronisch. Wobei diese Festlegung willkürlich ist. Sie dient als Handlungsanleitung zur Therapiewahl für Ärzte. Eine neue Leitlinie beschreibt Tinnitus, der länger als 3 Monate besteht, bereits als chronisch. Wir halten die alte Klassifikation für sinnvoller, weil sie den Heilungsdruck nicht unnötig erhöht.

Die Spontanheilungsrate bei akutem Tinnitus liegt bei 80 %. Bei chronischem Tinnitus bewegt sich der Prozentsatz zwischen 3 und 5 %, dass er ganz verschwindet. Bei akutem Tinnitus sollten die Patienten bei gut ausgebildeten Ärzten dahingehend instruiert werden, dass sie die Angst vor etwas Schlimmem, Ewigen verlieren, im Sinne einer Entängstigung, damit möglichst einer Chronifizierung vorgebeugt wird. Die leider oft gehörte ärztliche Bemerkung, „damit müssen Sie jetzt halt leben“, ist da sicher nicht sehr hilfreich, sondern tendentiell ein Beitrag zur Chronifizierung des Leidens.

Nachdem das oben dargelegte Vorurteil hoffentlich ein für alle Male vom Tisch ist, können wir uns der Lösung zuwenden, wie man Tinnitus mit wingwave lindern kann. wingwave ist eine bilaterale Stimulation des Gehirns.

Behandlung von Tinnitusstress

Verschiedentlich wurde über den Erfolg von wingwave oder EMDR bei der Bearbeitung von Tinnitus berichtet (http://www.clauderibaux.ch/wp-content/uploads/2011/11/24_25_MM-Tinnitus_Nr5.pdf).

Wer nachvollziehen möchte, warum man Tinnitus mit wingwave lindern kann, wird auf eine kürzlich erstelle Studie von Fikret Zeugin verwiesen. Er hat bei beinahe allen seiner Patienten eine Verbesserung der subjektiven Empfindung des Tinnitus-Geräusch Erlebens festgestellt (Zengin, 2010). Diese Beobachtungen decken sich mit anderen, ähnlichen Forschungen und Berichten von HNO Spezialisten.

Interessant ist, dass Zengin das klassische Vorgehen bei EMDR für die Bearbeitung des Tinnitus (Desensibilisierung) leicht verändert hat:

„ Diese unterscheidet sich von klassischer EMDR-Therapie: Der Patient wird aufgefordert, sich den Druck in den Ohren so vorzustellen wie Druck (Luft) in einem Ballon, der ein Ventil hat. Er kann dieses Ventil so drehen, wie er es will. Der Patient sollte die negative Kognition wiederholen, gleichzeitig den Druck in Ohren spüren und mit seinen Augen den Fingern folgen. Alternative Stimuli (Gebrauch von links-rechts wechselndem Fingertippen) haben sich ebenfalls bewährt. EMDR-Therapie kann so lange fortgesetzt werden, bis die Symptome abklingen und die Patienten Selbstkontrolle und die positive Selbsteinschätzung erleben…“

Nach Abschluss der Desensiblisierung wird von Zengin ein Ohrentest durchgeführt. Spürt der Patient in seinem Ohr etwas oder nicht? Positive, angenehme Empfindungen werden verstärkt. Bei Missempfindungen setzt man das Reprozessieren bis zum Verschwinden der Missempfindungen fort.

Eine Analyse zu der von mir selbst entwickelte Vorgehensweise auf der Basis von wingwave kommt zu ähnlichen Resultaten: Auch hier gibt es dank der Links-Rechts-Stimulation der Augenbewegungen beträchtliche Erleichterungen beim Stressempfinden wegen Tinnitus, also kann man Tinnitus mit wingwave lindern.

In meinem Coaching von Menschen mit Tinnitus wird die wichtigste Belastung eruiert. Ist es das Geräusch mit den damit in Verbindung stehenden Schmerzen? Oder: Handelt es sich um einen so genannten Symptomstress aufgrund von Wut oder Selbstmitleid, der in mir dröhnt? Oder sind es andere Faktoren, die mich stressen? Wo genau muss ich ansetzen, damit ich den Tinnitus mit wingwave lindern kann? In einigen Fällen gibt es klar identifizierbare Ursachen, deren Stresswirkung vermindert werden muss, in anderen hat sich der Stress über Monate oder Jahre hinweg eingeschlichen.

Zusammenfassend darf man sagen, dass die Anwendung bilateraler Stimulation in der Auflösung des subjektiven Stressempfindens von Tinnitus sehr produktiv eingesetzt werden kann.

Ihr

Claude Ribaux

Quellen/Literatur: Zengin, Fikret: Behandlung von Hörsturz und Tinnitus mit EMDR-Therapie, in: Plassmann, Reinhard (Hg.): Im eigenen Rhythmus. Die EMDR-Behandlung von Essstörungen, Bindungsstörungen, Allergien, Schmerz, Angststörungen, Tinnitus und Süchten. Psychosozial-Verlag, Giessen, 2. Auflage 2010. S. 155-164.

http://www.coaching-erbe.de/info/tinnitus-wingwave.php

Zu wingwave als Methode: http://www.clauderibaux.ch/coaching/wingwave/

 

 

Sich Respekt verschaffen: Wie verhindern, dass die Affen den Zoo regieren?

Was mache ich, wenn mein Anwalt scheinbar die Gegenseite unterstützt und dabei jeden Tag teurer wird? Wie verhalte ich mich, wenn sich bei mir als Trainer plötzlich ein Teilnehmer als selbsternannter Haupttrainer aufführt? Welche Haltung hilft mir, mich durchzusetzen?

“Ich lasse die Affen doch nicht den Zoo regieren.” Das war die Reaktion von F.Bormann, eines Chefs der Eastern Airlines, als er Mitte der 1980er Jahre aufgefordert wurde, die Arbeiter mehr in die Entscheidungsfindung des Konzern einzubeziehen. Heute hat sich das genau ins Gegenteil gedreht. Die früher menschenverachtende Haltung den Angestellten gegenüber wurde abgelöst von der Idee des völlig demokratischen, hierarchielosen, hochinnovativen und flexiblen Betriebs (1). Alle bestimmen mit bei allen Entscheidungen und sind nach diesem Modell aus dem Inneren heraus motiviert, für den Betrieb alles zu geben. Alle sind nett zueinander, und immer gleicher Meinung. Es existiert nichts Schlimmeres als Konflikte, die es glücklicherweise nicht gibt.

Eine paradiesische Vorstellung, die leider nur am Menschen scheitert. Denn nach wie vor gibt es Machtverhältniss, die durch die ‘Alles ist gleich-Haltung’ nur verwischt werden. Dadurch entsteht Verwirrung.

Wenn ich meinem Anwalt gegenüber keine klare Haltung einnehme und ihn nicht als Serviceleister für meine Bedürfnisse sehe, oder wenn meine Ärztin über ihre Probleme mit ihrem Sohn spricht, statt mit der Untersuchung voran zu machen, verwischen sich die Rollengrenzen in den Verhältnissen der Menschen zueinander.

Oft wird argumentiert, man sollte vor allem authentisch, ehrlich, offen sein! Doch: Möchte sich wirklich jemand von einem Arzt behandeln lassen, der ganz ehrlich und offen über seine privaten Probleme erzählt, seine authentischen Gefühle zeigt, etwa dass er heute gar kein Interesse an einer Krankengeschichte hat? Möchte jemand eine Führungskraft haben, die morgens ihren authentischen Ärger mit ihrem pubertierenden Sohn serviert oder ganz offen und ehrlich die Meinung sagt? Wir wünschen professionelle MitarbeiterInnen, die in ihrer Rolle klar sind,  die berechenbar sind.  Einforderbares und berechenbares Rollenverhalten ist ein guter Schutz gegen Willkür und Verletzungen. Wenn wir in Organisationen oder in unserem sozialen Umfeld Vertrauen aufbauen wollen, dann sind klar definierte und vereinbarte Rollen der beste Weg dazu. Vertrauen reduziert Komplexität, weil es die Erwartungen an das künftige Verhalten anderer beschreibt. Rollen schaffen damit Vertrauen, Sicherheit und Berechenbarkeit. Sie sind für Menschen und Organisationen lebensnotwendig.

In meinen Coachings geht es oft darum, diese Verhältnisse zu klären. Das heisst, seine eigenen Interessen erkennen und durchsetzen.

Es geht also in erster Linie darum, für sich selbst die Rolle des Arztes, Anwalts, Handwerkers, Architekten zu klären. Dabei ist v.a. festzustellen, ob ein Dienstleister hauptsächlich als Dienstleister operiert, oder ob ein Kursteilnehmer sich wie ein Kursteilnehmer benimmt. Falls es zu Verletzungen dieser Grund-Rollen kommt, entsteht Verwirrung. Stellen Sie die richtigen Verhältnisse wieder her.

Viel Vergnügen bei der Vereinfachung Ihres Lebens wünscht Ihnen

Claude André Ribaux

Quellen: (1) Kühl, Stefan: Wenn die Affen den Zoo regieren. Die Tücken der flachen Hierarchien. Frankfurt a.M.1995.

Kunst des Nicht-Denkens 2: Sich in den Flow-Zustand begeben und dort bleiben

Warum ist es so wichtig, sich zu einer Tätigkeit hingezogen zu fühlen? Wie kann ich diese Hingerissenheit erzeugen und aufrecht erhalten? Wie kann es sein, dass einzelne Arbeiter nach einer ganzen Woche anstrengender Fliessbandarbeit fröhlich den Arbeitsplatz verlassen, während andere schon nach einem Arbeitstag verschlissen sind? Ganz einfach: Der Erste liebt seine Tätigkeit und zieht Energie daraus, während der Zweite nicht im Flow ist und deshalb zuviel Energie verbraucht.

Wer mit einer Tätigkeit verfliesst, ist im Flow-Zustand. Als Flow bezeichnet man das völlige Aufgehen in einer Tätigkeit. In diesem Zustand besteht totale Harmonie, eine optimale Anpassung des inneren Erlebens und der Umwelt. Zeit spielt keine Rolle. Denken, Fühlen und Handeln sind in Übereinstimmung, und das Tun geht mühelos vonstatten.

Je mehr ich im Flow bin, desto motivierter für eine Verrichtung bin ich. Ich übe diese Beschäftigung aus, einfach weil es mir gefällt. Die Motivation dafür kommt von Innen, und es braucht keinerlei Anreize von Aussen, die mich motivieren müssten. Die Arbeit geht leicht vonstatten. Es ist sogar so, dass ich aus der Betätigung heraus Energie tanken kann.

Methode für intensiven Flow-Zustand 

Schritt 1: Betrachten Sie Ihre Aufgabe wie ein Spiel 

Wie in einem wirklichen Spiel braucht es ständige Rückmeldung. Beim Spiel geschieht dies meist über den Punktestand. So auch hier. Stellen Sie sich die Erledigung Ihrer Aufgabe wie ein sportliches Ziel vor, machen Sie sich die Hürden klar und legen Sie Regeln und Belohnungen fest. Organisieren Sie oft und schnell Feedback.

Schritt 2:  Behalten Sie Ihre Absicht im Hinterkopf

Während des Tuns denken Sie immer wieder daran, was dahintersteht. Was ist die Triebkraft hinter dem Ziel? Denken Sie daran: Das hier geht über das Tore-Schiessen oder Treffer-Erzielen hinaus. Wichtig ist der Grund, warum Sie Tore schiessen wollen.

Schritt 3: Konzentration

Bleiben Sie mit Ihren Gedanken ganz beim Tun. Falls Sie gedanklich abschweifen, haben Sie den Flow-Zustand wieder verlassen. Wenden Sie Ihre Aufmerksamkeit dann wieder genau auf das, was Sie in diesem Moment sehen, hören, fühlen, riechen, z.B. auf die Struktur des Griffs im Fels in der Wand, die Sie durchklettern. Konzentrieren Sie sich wieder auf die vor Ihnen liegende Aufgabe und passen Sie den Schwierigkeitsgrad solange an, bis Sie sich wieder vollständig hineinbegeben haben.

Schritt 4: Übergeben Sie sich dem Geschehen

Das ist das wohl größte Geheimnis des gesamten Flow-Ablaufs. Sie werden feststellen, dass Sie einfach Spass an Ihrer Aufgabe haben; unnötige Anstrengungen oder Erzwingenwollen erübrigen sich. Sie befinden sich in einem gewissen Zustand der Zeitlosigkeit. Es gibt keinen Grund in diesem Moment darüber nachzudenken.

Schritt 5: Das Hochgefühl

Dieses Hochgefühl ergibt sich ganz natürlich aus den vier vorhergehenden Schritten. Auf einmal merken Sie, dass Sie sich in einem Zustand der Ekstase oder des Höhenflugs befinden. Es wird Ihnen bewusst. Jetzt befinden Sie sich wirklich im Flow.

Schritt 6: Spitzenleistungen

Der Zustand des Hochgefühls entsteht, weil das gesamte Gehirn mit eingebunden ist.  Alles schwingt auf einer Frequenz. Dieser Zustand ist unverkennbar. In diesem Zustand hat man das Gefühl, etwas zu bewirken, ohne wirklich zu denken; die Produktivität erreicht ungeahnte Höhen. Falls Sie Langeweile und Unruhe aus Ihrem Leben verbannen wollen, suchen Sie sich eine Aufgabe und schwingen Sie sich in den Zustand des „Flow“ hinein. Dabei ist es nicht wichtig, um welche Tätigkeit es sich hier handelt. Und denken Sie daran: Es ist ein Spiel. Bei diesem Spiel geht es um Belohnungen – nicht um Kritik.

Viele Höhenflüge und ein Aufgehen im Flow wünscht

Claude Ribaux

http://www.hypeflow.ch/  http://hypeflow.ch/blog/

Bücher dazu:
Flow: Das Geheimnis 
des Glücks. Von Mihaly 
Csikszentmihalyi. Verlag 
Klett-Cotta, 14. Aufl. 
2008. 424 Seiten. 
Flow im Beruf. Von Mihaly Csikszentmihalyi. 
Verlag Klett-Cotta 2004. 
312 Seiten.

Die Kunst des Nicht-Denkens 1: Lektionen von der Rennpiste fürs Coaching

„Sehr sanft. Wie wenn es auf Deinen Pedalen Eierschalen hätte, die Du nicht zerbrechen möchtest. So sanft fährst Du im Regen“: Balancieren, Vorausschauen, Geduld. Körperliche Wahrnehmung wie wenn man auf dem Hosenboden fahren würde. Was ich am meisten liebte, war, dass man keine Erinnerung haben darf. Keine Erinnerung an Dinge, die gerade passiert sind, gute oder schlechte. Denn Erinnerung ist Rückschau in der Zeit. Sich zu erinnern, heisst, sich von der Gegenwart zu entfernen. Um im Rennen irgendwie Erfolg zu haben, darf sich der Rennfahrer nie erinnern. Das ist wohl der Grund, weshalb Rennfahrer jede Bewegung, jede Fahrt mit Kameras dokumentieren. Ein Fahrer kann nicht Zeuge seines eigenen Erfolgs sein. Rennen fahren ist Tun. Das ist Teil eines Moments und sich nichts Anderes bewusst zu sein als dieses Moments. Nachdenken muss später kommen. Ein Rennfahrer sagte einmal: „Wenn ich das Rennen fahre, arbeiten mein Geist und mein Körper so schnell und so gut zusammen. Ich muss mir sicher sein, dass ich dabei nicht denke, sonst mache ich sicher Fehler.“ 1)

Nicht zu denken, tönt einfach, ist jedoch nur mit mentaler Härte und zielführender Unterstützung zu erreichen. Was brauche ich, wenn ich dieses Zusammenspiel von Körper und Geist im Berufsleben erlangen möchte, und wie kann mir Coaching dabei helfen? Wie komme ich in diesen Flow, den Zustand des reinen Tuns, aufgehend in der Gegenwart, wo ich immer mehr Kraft schöpfe, je mehr ich tue? Im Teil 1 dieser Blogartikel-Serie schreibe ich warum eine gründliches Training Voraussetzung für ein erfolgreiches Tun ist. Danach werfe ich einen Blick auf die inneren Handbremsen, welche Erfolg behindern. Warum die Faszination für eine Tätigkeit so wichtig ist und wie diese Hingerissenheit erzeugt und aufrecht erhalten werden kann, und warum das alles so ist, darüber berichtet dann der zweite Blog.

A. Gut trainiert, alles eingeübt

 

Oft müssen wir für ein Projekt oder eine wichtige Entscheidung innert Minuten startfähig sein und dabei trotz schneller Aktion im Einsatz cool, ruhig und fokussiert bleiben. Es gilt, Ablenkungen zu vermeiden und präzise die Vorgaben einzuhalten. Erst nach dem Einsatz erfolgt die Analyse, diese aber diszipliniert im Sinne einer Forschung, was in Zukunft noch optimierter angegangen werden kann. Alle Fahrer sind gut vorbereitet und beherrschen ihre Maschinen. Der trainierte Rennfahrer hat seine Maschine im Griff. Das braucht nicht nur technische Finesse, sondern auch Kraft. Hier unterscheiden sich die Fahrer beträchtlich. Einige trainieren jeden Tag Technik, Kraft oder Ausdauer, andere halten sich dabei zurück. Wer nicht ausgeprägt trainiert ist, verliert während eines Rennens oft die Kraft, und damit steigt die Unfallgefahr. Im Prinzip müsste ein Fahrer in einer technischen Disziplin drei Rennen in gleicher Intensität unmittelbar hintereinander fahren können, damit sichergestellt ist, dass er im Wettbewerb seine volle Leistung abholen kann. Wie Rennsportler ist auch die heutige Mitarbeiterin auf eine professionelle Vorbereitung angewiesen. Diese erstreckt sich auf eine Vielfalt von Aspekten:

Da ist zuerst das Umfeld der Sportler oder Mitarbeiterin: Ist es stabil oder birgt es durch Unsicherheiten und Veränderungen Stresspotential? Dann:

Wie steht es mit der Work-Life Balance? Was passiert neben der Leistungsbereitschaft im Beruf?

WeIche Arten von Training und Wertschätzung sind angesagt? Geht es um höhere körperliche Leistung oder um Muskelaufbau oder Körperformung? Diesen und ähnlichen Fragen gehen gute Coachs nach, wenn sie mit Menschen arbeiten, die weiterkommen wollen. Ebenso sollte die qualifizierte Mitarbeiterin in einem geplanten Aufbauprozess begleitet werden. Welche fachlichen Fähigkeiten sind zu stärken, und wo sollte die Sozialkompetenz erhöht werden? Trainingspläne sind zu erstellen, und es gilt Fortschritte ständig zu dokumentieren. Diese laufende konstruktive Standortbestimmung führt zu erhöhter Widerstandskraft und Motivation.

 

B) Keine inneren Handbremsen mehr: Blockaden verarbeiten

Gehen wir also davon aus, dass der Fahrer technisch und körperlich gut vorbereitet ist, das Technikerteam harmonisiert und die richtigen Entscheidungen fällt, was entscheidet dann noch das Rennen? Hier kommt die mentale Veranlagung ins Spiel. Zuerst einmal der Umgang mit Emotionen. Angesichts der Schwierigkeiten beim Fahren dürfen Emotionen nur eine untergeordnete Rolle spielen. Rachegelüste, Wut und ähnliche Zustände sind Energiefresser und lenken vom Parcours ab. Deshalb sind vor dem Rennen sämtliche störenden Emotionen zu neutralisieren. Ebenso kann ich im Betrieb nicht konzentriert und gelassen meine Fähigkeiten entfalten, wenn ich mich ständig emotional irritieren lasse. Und weil ich als qualifizierte Mitarbeiterin das weiss, versuche ich solche Emotionen ständig zu unterdrücken, was wiederum Energie kostet und die Wirksamkeit reduziert. Bei zunehmendem Aufwand wird dann immer weniger erreicht.

Solche Emotionen verdaut unser Körper-Geist System normalerweise in der Nacht. Normalerweise. Leider sammeln sich bei den meisten Leistungsträgerinnen und Leistungsträger über Monate hinweg unverdaute Emotions-Information an, die oft nur mit Hilfe von Coaching, z.B. wingwave oder Hypnose, effizient in die Verarbeitung geschickt werden kann.

Ihr Claude Ribaux

1) Aus: ‚The art of racing in the rain‘ von Garth Stein

http://www.hypeflow.ch/  http://hypeflow.ch/blog/

 

 

Pollenallergie: Schnelle Stressauflösung mit modernen Methoden

Im Frühjahr werde ich oft gefragt, wie man mit Pollenallergien mental umgehen kann. Allergien gehören zu den häufigsten Irritationen. Als allergische Stressreaktionen treten besonders häufig Pollen-, Tierhaar-, Hausstaub-, Insektengift- und Nahrungsmittelallergien auf. Gerade im Frühling leiden viele Menschen darunter. Es ist bekannt, dass bei Menschen mit Allergien die Wahrnehmung und Informationsverarbeitung verändert sind. Sie bemerken z.B. schneller als andere schlechte Luftqualität, Gestank und Schmutz in Räumen oder reagieren mit stärkerem Juckreiz.

Zur Hilfe bei allergischen Reaktionen werden ständig neue Verfahren entwickelt. Unter den psychologisch orientierten Methoden sind v.a.  EMDR/wingwave und NLP besonders wirkungsvoll und gut dokumentiert.

Wie geht man dabei selbst vor? Die vier Schritte:

Schritt 1: Sammeln von Kraft und Sicherheit in einem geschützten Raum. Ich erinnere mich an oder ich stelle mir selbst einen sehr sicheren Raum vor, zu dem ich jederzeit zurück kehren kann. Tipp: Testen, wie es ist, da rein und raus zu gehen

Schritt 2: Aufbau eines visualisierten inneren Kinos. In dieser Phase richte ich mir selbst meinen eigenen Showraum fürs Lebenslernen ein. Für die Bearbeitung von allergischen Reaktionen eignet sich ein Kino, das die Zuschauer vor der Handlung besonders gut schützt. Dabei läuft hinter einer absolut stabilen Glaswand ein Film mit sich selbst als Hauptdarstellerin oder Hauptdarsteller. Später werde ich mir selbst – als ZuschauerIn im Kinosaal sitzend – zusehen, wie ich weit weg auf der der Leinwand hinter der Glaswand mit dem die Allergie auslösenden Stoff konfrontiert werde.

Schritt 3: In dieser Phase schaue ich mir nun zu, wie ich hinter dem Glas mit dem die Allergie auslösenden Stoff konfrontiert werde. Dabei schlage mir abwechselnd mit den Händen auf das rechte und linke Knie, so lange, bis der ehemals die Allergie auslösende Stoff im Bild nichts mehr bewirkt.

Schritt 4: Ich teste die Wirkung dieser Vorgehensweise, indem ich mich mit dem Allergen konfrontiere.

Bei starken Allergien ist es schwierig, diese Selbstbehandlung durchzuführen. Deshalb ist es dann sinnvoll mit einem Coach oder einer medizinischen Fachperson in Verbindung zu treten. Das Setting in der Zusammenarbeit mit einem Coach kann exakt den Sicherheitsbedürfnissen angepasst werden.

Weiterführende hilfreiche Links: http://www.clauderibaux.ch/coaching/wingwave/ Zudem: Claudia Erdmann stellt detailliert, für Experten nützlich, verschiedene Vorgehensweisen mit EMDR und NLP vor:  http://www.traumatherapie.de/users/erdmann/allergie.html Ebenso interessant ist Claudia Schneider de Assis Darstellung: www.schluss-mit-allergien.de Für NLP-Interessierte findet man hier die Information http://www.nlp-masterclass.de/nlp-format-schneller-allergieprozess-nach-robert-dilts/ oder http://www.psychoneuroimmunologie.com/article.php/Psychoallergologie-Dilts-Hypnose-NLP

Neue Erkenntnisse beim Testen wünsche ich.

Für weitere Informationen zur Verfügung stehend

Ihr

Claude Ribaux