Pollenallergie: Schnelle Stressauflösung mit modernen Methoden

Im Frühjahr werde ich oft gefragt, wie man mit Pollenallergien mental umgehen kann. Allergien gehören zu den häufigsten Irritationen. Als allergische Stressreaktionen treten besonders häufig Pollen-, Tierhaar-, Hausstaub-, Insektengift- und Nahrungsmittelallergien auf. Gerade im Frühling leiden viele Menschen darunter. Es ist bekannt, dass bei Menschen mit Allergien die Wahrnehmung und Informationsverarbeitung verändert sind. Sie bemerken z.B. schneller als andere schlechte Luftqualität, Gestank und Schmutz in Räumen oder reagieren mit stärkerem Juckreiz.

Zur Hilfe bei allergischen Reaktionen werden ständig neue Verfahren entwickelt. Unter den psychologisch orientierten Methoden sind v.a.  EMDR/wingwave und NLP besonders wirkungsvoll und gut dokumentiert.

Wie geht man dabei selbst vor? Die vier Schritte:

Schritt 1: Sammeln von Kraft und Sicherheit in einem geschützten Raum. Ich erinnere mich an oder ich stelle mir selbst einen sehr sicheren Raum vor, zu dem ich jederzeit zurück kehren kann. Tipp: Testen, wie es ist, da rein und raus zu gehen

Schritt 2: Aufbau eines visualisierten inneren Kinos. In dieser Phase richte ich mir selbst meinen eigenen Showraum fürs Lebenslernen ein. Für die Bearbeitung von allergischen Reaktionen eignet sich ein Kino, das die Zuschauer vor der Handlung besonders gut schützt. Dabei läuft hinter einer absolut stabilen Glaswand ein Film mit sich selbst als Hauptdarstellerin oder Hauptdarsteller. Später werde ich mir selbst – als ZuschauerIn im Kinosaal sitzend – zusehen, wie ich weit weg auf der der Leinwand hinter der Glaswand mit dem die Allergie auslösenden Stoff konfrontiert werde.

Schritt 3: In dieser Phase schaue ich mir nun zu, wie ich hinter dem Glas mit dem die Allergie auslösenden Stoff konfrontiert werde. Dabei schlage mir abwechselnd mit den Händen auf das rechte und linke Knie, so lange, bis der ehemals die Allergie auslösende Stoff im Bild nichts mehr bewirkt.

Schritt 4: Ich teste die Wirkung dieser Vorgehensweise, indem ich mich mit dem Allergen konfrontiere.

Bei starken Allergien ist es schwierig, diese Selbstbehandlung durchzuführen. Deshalb ist es dann sinnvoll mit einem Coach oder einer medizinischen Fachperson in Verbindung zu treten. Das Setting in der Zusammenarbeit mit einem Coach kann exakt den Sicherheitsbedürfnissen angepasst werden.

Weiterführende hilfreiche Links: http://www.clauderibaux.ch/coaching/wingwave/ Zudem: Claudia Erdmann stellt detailliert, für Experten nützlich, verschiedene Vorgehensweisen mit EMDR und NLP vor:  http://www.traumatherapie.de/users/erdmann/allergie.html Ebenso interessant ist Claudia Schneider de Assis Darstellung: www.schluss-mit-allergien.de Für NLP-Interessierte findet man hier die Information http://www.nlp-masterclass.de/nlp-format-schneller-allergieprozess-nach-robert-dilts/ oder http://www.psychoneuroimmunologie.com/article.php/Psychoallergologie-Dilts-Hypnose-NLP

Neue Erkenntnisse beim Testen wünsche ich.

Für weitere Informationen zur Verfügung stehend

Ihr

Claude Ribaux

Gewaltfreie Kommunikation: Eigene Stärke anstelle von Feigheit

Gewaltfreie Kommunikation wird im Coaching und in der Ausbildung überall angeboten und vorgeschlagen. Erst die Rückbesinnung auf die politischen und philosophischen Wurzeln der Gewaltfreiheit führt zu einem Gefühl für die Kraft dieser Methode. Gandhis Texte zur ‚Doktrin des Schwerts‘ sind eindrückliche Aufrufe, sich auf die eigene Stärke zu besinnen.

Gandhi: „…. Wenn ich die Wahl habe zwischen Feigheit und Gewalt, schlage ich vor, Gewalt einzusetzen. Als mein ältester Sohn mich fragte, was er hätte tun sollen, als ich 1908 angegriffen und fast getötet wurde, antwortete ich: Statt wegzurennen und von Ferne zuzuschauen, wie ich umgebracht wurde, hättest du besser deine Körperkraft eingesetzt, um mich zu verteidigen. Es ist deine Pflicht, den Vater zu verteidigen, selbst dann, wenn du dafür Gewalt einsetzen musst … Ich unterstütze Kampftraining für diejenigen, die denken, Gewalt sei eine akzeptable Methode. Ich hätte es lieber, wenn Indien zu den Waffen greifen würde, um seine Ehre zu erhalten, statt in feiger Weise zu einem hilflosen Zeugen der eigenen Entehrung zu werden.

Aber ich denke, dass Gewaltlosigkeit der Gewalt haushoch überlegen ist, Vergebung tapferer als Bestrafung. Vergebung ehrt den Soldaten. Doch der Verzicht auf Gewalt ist nur dann echte Vergebung, wenn jemand die Fähigkeit oder Kraft zur Bestrafung hat: Es ist bedeutungslos, wenn jemand, der hilflos ist, auf Gewalt verzichtet. Eine Maus vergibt einer Katze selten, wenn sie ihr erlaubt, sie in Stücke zu reissen.

Damit man mich nicht missversteht: Stärke kommt nicht von physischer Kraft. Sie entsteht durch einen unzerbrechlichen Willen. Obwohl ein Zulu (Afrikaner im südlichen Afrika) körperlich einem Engländer überlegen ist, rennt er doch vor einem englischen Knaben weg. Der Grund dafür ist, dass er die Pistole des Knaben fürchtet oder denjenigen, der davon Gebrauch machen könnte. Er fürchtet den Tod, ist aber dennoch bei voller Kapazität seiner körperlichen Kraft. Wir in Indien, wir realisieren, dass 100‘000 Engländer 300 Millionen Lebewesen nicht erschrecken können. Zu vergeben bedeutet, unsere Stärke zu akzeptieren. In Verbindung mit erleuchteter Vergebung muss eine solche Welle von Kraft entstehen, dass es der (Besatzungsmacht) unmöglich ist, über unsere hingebungsvollen Köpfe zu marschieren.

Es ist nicht wichtig, dass ich gerade jetzt meinen Standpunkt nicht wirklich klar machen kann. Wir fühlen uns im Moment zu unterdrückt und machtlos, um nicht erfüllt voll von Wut und Rachelust zu sein. Doch wir müssen uns davor zurückhalten, zu denken, dass Indien mit dem Recht auf Strafe mehr Gewinn erzielen könnte. Wir haben wichtigere Arbeit zu tun, Besseres der Welt  zu geben.

… Gewaltlosigkeit bedeutet nicht kleinlautes Akzeptieren des Willens der Bösen, sondern das Einbringen seiner ganzen Seele gegen die Absicht des Tyrannen. Nach diesem Seinsgesetz kann ein einzelnes menschliches Wesen die ganze Kraft eines ungerechten Reiches besiegen, um seine Ehre, seine Religion, seine Seele zu retten und dadurch die Voraussetzungen für den Sturz des Reiches oder dessen Erneuerung schaffen.

Deshalb flehe ich Indien nicht an, aus einem Gefühl der Schwäche heraus gewaltlos vorzugehen, sondern ich möchte, dass Indien Gewaltlosigkeit aus dem Bewusstsein der Stärke heraus praktiziert…“

Quelle: http://www.salsa.net/peace/conv/hs8weekconv2.html